Wärmepumpe 2026: Kosten, Förderung und ob sie sich für dein Haus lohnt

Bis zu 70 % Förderung, GEP PRO R290 und Kombination mit PV – vom Installateur aus Ilsede

von Sascha Mattick


Die Wärmepumpe ist das heißeste Thema 2026 – und gleichzeitig das, bei dem ich die meisten Missverständnisse erlebe. Manche Kunden glauben, sie taugt nur für Neubauten. Andere haben Angst vor den Kosten. Und ein paar warten auf „noch bessere Förderung".

Ich erkläre dir, wie es wirklich ist – auf Basis meiner täglichen Arbeit in der Region Peine, Salzgitter und Hildesheim.


Was kostet eine Wärmepumpe 2026?

Die Preise sind seit 2023 deutlich gesunken. Das liegt an stabilen Lieferketten und mehr Wettbewerb. Aktuelle Richtwerte:

AnlageInvestition gesamtDavon TechnikDavon Montage/Installation
Luft-Wasser-WP bis 11 kW (EFH bis 120 m²)18.000–24.000 €10.000–14.000 €6.000–10.000 €
Luft-Wasser-WP bis 17 kW (EFH 120–180 m²)24.000–32.000 €14.000–20.000 €8.000–12.000 €
Luft-Wasser-WP bis 22 kW (großes EFH / MFH)32.000–45.000 €18.000–28.000 €10.000–16.000 €
Achtung: Wer einen Preis unter 15.000 € für eine Komplett-Luft-Wasser-WP sieht, sollte genau hinschauen. Da fehlt fast immer etwas: Pufferspeicher, Hydraulik, Elektroinstallation, Anmeldung beim Netzbetreiber.

Welche Wärmepumpe installiere ich in der Region Peine?

Ich setze aktuell auf die GEP PRO-Serie (GEP08/12/16-RE-PRO):

ModellHeizleistungPhasenKältemittelSCOP (35°C)
GEP08-RE1-PRObis 11 kW1-phasigR2905,1
GEP12-RE3-PRObis 17 kW3-phasigR2905,3
GEP16-RE3-PRObis 22 kW3-phasigR2905,2
Warum GEP PRO?
  • R290 (Propan) als Kältemittel: GWP-Wert von 3 – förderrechtlich optimal (Effizienzbonus KfW 458)
  • SG-Ready und §14a EnWG-konform ab Werk
  • Mitsubishi Electric Kompressor – jahrzehntelang bewährt
  • Kaskadierbar bis 8 Geräte (bis 176 kW Gesamtleistung) – ideal für Gewerbe

Die Förderung: Bis zu 70 % sind real möglich

Der KfW 458 ist die zentrale Förderung für den Heizungstausch.

Bonusstapel KfW 458

FördertatbestandZuschuss
Basis (WP installieren)30 %
Geschwindigkeitsbonus (Öl- oder Gasheizung ersetzen)+ 20 %
Einkommensbonus (Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr)+ 30 %
Effizienzbonus (R290 oder Wasser als Kältemittel)+ 5 %
Maximal erreichbar70 %
Förderfähige Kosten: max. 30.000 € pro Wohneinheit

Das heißt im Klartext: Wer eine Gasheizung hat, R290-Wärmepumpe einbaut und Einkommensbonus bekommt, zahlt bei 24.000 € Investition nur noch 7.200 € selbst.

Wichtig: Der Geschwindigkeitsbonus (+20 %) gilt nur bis 31. Dezember 2028. Wer mit dem Heizungstausch bis 2029 wartet, verliert diesen Bonus. Bei 24.000 € Investition sind das 4.800 € weniger Zuschuss.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Die häufigste Frage – und die Antwort ist differenzierter als „ja" oder „nein".

Wann lohnt sie sich im Altbau:

  • Haus hat bereits Flächenheizkörper oder Fußbodenheizung
  • Vorlauftemperatur liegt oder kann auf unter 55°C angepasst werden
  • Dachgeschoss oder Keller ist gedämmt
  • Es ist eine PV-Anlage vorhanden oder geplant (Eigenstrombetrieb der WP)

Wann braucht es mehr Vorbereitung:

  • Radiatoren mit Vorlauftemperatur > 65°C → hydraulischer Abgleich nötig, ggf. Heizkörpertausch
  • Sehr schlechte Dämmung → BAFA-Sanierung parallel empfehlenswert
  • Einfamilienhaus vor 1960, unsaniert → Heizlastberechnung vor WP-Kauf zwingend
Mein Vorgehen: Vor jeder Wärmepumpenempfehlung mache ich eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Damit weiß ich genau, welche Leistungsklasse passt – und der Kunde bekommt keine überdimensionierte Anlage, die ineffizient läuft.

Kombination PV + Wärmepumpe: Das Sahnestück

Wer PV und Wärmepumpe kombiniert, profitiert doppelt:

  1. Die WP läuft bevorzugt tagsüber – wenn PV-Strom produziert wird
  2. Selbst erzeugter Strom kostet ~0 ct/kWh statt 30–35 ct/kWh Netzstrom
  3. JAZ (Jahresarbeitszahl) verbessert sich durch optimierten Betrieb
Rechenbeispiel: EFH 150 m², GEP12 Wärmepumpe, 10 kWp PV
BetriebsszenarioStromkosten WP/Jahr
Nur Netzstrom (30 ct/kWh)~2.400 €
50 % Eigenverbrauch (PV)~1.200 €
70 % Eigenverbrauch (PV + Speicher)~720 €
Einsparung durch PV-Eigenverbrauch: bis zu 1.680 €/Jahr.

Was ist §14a EnWG – und warum ist das relevant?

Ab einer Wärmepumpenleistung von 3,7 kW gilt die Pflicht zur steuerbaren Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG. Das bedeutet:

  • Der Netzbetreiber darf die WP kurzzeitig auf 4,2 kW drosseln
  • Dafür gibt es 25 % Rabatt auf das Netzentgelt
  • Technische Voraussetzung: SG-Ready-Schnittstelle oder Steuerbox
Die GEP PRO-Serie ist ab Werk SG-Ready – das ist für die Kunden in der Region Peine ein echter Vorteil, weil es keinen Nachrüstaufwand gibt.

Fazit: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Die Kombination aus gesunkenen Investitionskosten, hoher Förderung (bis 70 %) und steigenden Energiepreisen macht die Wärmepumpe 2026 wirtschaftlich so attraktiv wie nie. Wer außerdem PV kombiniert, senkt seine Heizkosten dauerhaft auf ein Minimum.

Wenn du in Peine, Ilsede, Salzgitter oder Hildesheim eine Wärmepumpe planst – ruf mich an. Ich mache vorab eine kostenlose Heizlastschätzung und zeige dir, welche Förderungen für dein Haus konkret möglich sind.


Sascha Mattick
Neue Energiewende GmbH



Tel: +49 (0) 5172 – 58 26 660 | info@neue-energiewende.de | www.neue-energiewende.com