BEG-Förderung 2026

Was du als Hausbesitzer in Peine wirklich bekommst – ehrlich erklärt vom Installateur

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist 2026 einer der größten Hebel für Hausbesitzer in Peine – und gleichzeitig eines der am meisten missverstandenen Förderprogramme. Als Installateur erkläre ich dir, was du wirklich bekommst und worauf es ankommt.

Was ist die BEG-Förderung?

Die BEG ist das zentrale Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für energetische Sanierungen. Sie gilt für Wärmepumpen, Photovoltaik mit Speicher, Lüftungsanlagen und weitere Maßnahmen.

Fördersätze 2026 im Überblick

FörderkomponenteFördersatzVoraussetzung
Grundförderung30 %Immer
Effizienz-Bonus+5 %Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel oder Erd-WP
Einkommens-Bonus+30 %Zu versteuerndes Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Klima-Speed-Bonus+20 %Austausch einer Öl-/Gas-/Kohleheizung vor 2028
Maximum gesamt70 %Alle Boni kombiniert

Wichtig: Der Klima-Speed-Bonus gilt nur bis Ende 2028. Wer jetzt handelt, spart am meisten.

Rechenbeispiel: Wärmepumpe in Peine

Angenommen, du tauschst deine Gasheizung gegen eine Wärmepumpe aus und hast ein Haushaltseinkommen unter 40.000 €:

PositionBetrag
Wärmepumpe inkl. Installation20.000 €
Grundförderung (30 %)– 6.000 €
Einkommens-Bonus (30 %)– 6.000 €
Klima-Speed-Bonus (20 %)– 4.000 €
Dein tatsächlicher Eigenanteil4.000 €

So läuft der Antragsprozess ab

  1. Vor der Beauftragung: Antrag beim BAFA stellen (wir übernehmen das für dich)
  2. Bewilligungsbescheid abwarten – ca. 2–6 Wochen
  3. Maßnahme durchführen lassen
  4. Verwendungsnachweis einreichen
  5. Auszahlung innerhalb von 4–8 Wochen

Unser Service: Wir übernehmen den kompletten Antragsprozess für unsere Kunden in Peine und Umgebung – kostenlos als Teil der Projektplanung.

Gilt die BEG-Förderung auch für Photovoltaik?

Direkt für die PV-Anlage selbst gibt es keine BEG-Förderung – die PV profitiert von 0 % Mehrwertsteuer und der Einspeisevergütung. Die BEG greift jedoch, wenn du eine Wärmepumpe mit PV kombinierst: Wärmepumpe und Stromspeicher werden dann gemeinsam gefördert.

Häufige Fragen zur BEG-Förderung

Kann ich BEG mit anderen Programmen kombinieren?

Ja – KfW-Kredit (270) und NBank Niedersachsen können ergänzend genutzt werden. Eine Doppelförderung derselben Maßnahme ist jedoch nicht möglich.

Wie lange dauert es von Antrag bis Auszahlung?

Im Schnitt 3–5 Monate vom ersten Antrag bis zur Auszahlung. Wir begleiten dich durch den gesamten Prozess.

Gilt die Förderung auch für Mietwohnungen?

Ja, Vermieter können die BEG-Förderung ebenfalls beantragen – auch für Mehrfamilienhäuser.

Nutzen von Solarstrom für das Heizen

Solarstrom von der eigenen Photovoltaikanlage kann den Strombedarf einer Wärmepumpe decken und macht das Heizen kostengünstiger und umweltfreundlicher. Mit einem durchdachten System steigern Sie Ihre Eigenverbrauchsquote und senken die Abhängigkeit von externen Stromversorgern.

Effiziente Eigenstromnutzung im Haushalt

Wenn Ihre Photovoltaikanlage tagsüber Strom erzeugt, kann die Wärmepumpe diesen direkt nutzen, um Heizwärme und Warmwasser bereitzustellen. Eine Kilowattstunde Solarstrom liefert der Wärmepumpe bis zu vier Kilowattstunden thermische Energie.

In Einfamilienhäusern lassen sich ohne Batteriespeicher etwa 20 bis 30 Prozent des Jahresstrombedarfs für Haushalt und Wärmepumpe durch Solarstrom abdecken. Die Dimensionierung der PV-Anlage sollten Sie an der Leistung Ihrer Wärmepumpe ausrichten.

Der größte Vorteil liegt im zeitgleichen Verbrauch: Wenn die Sonne scheint und Ihre Anlage produziert, bezieht die Wärmepumpe kostenlosen Eigenstrom statt teuren Netzstrom. Diese direkte Nutzung steigert die Wirtschaftlichkeit Ihres Gesamtsystems erheblich.

Reduzierung der Heizkosten durch Solarstrom

Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Ihre Wärmepumpe nutzt, müssen Sie nicht aus dem Stromnetz beziehen. Der Unterschied zwischen Stromkosten aus dem Netz und den Gestehungskosten Ihrer PV-Anlage bestimmt Ihre Einsparung.

Bei aktuellen Netzstrompreisen von 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde und Solarstrom-Gestehungskosten von 10 bis 12 Cent sparen Sie bei jeder selbst genutzten Kilowattstunde deutlich. Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik senkt Ihre jährlichen Heizkosten spürbar.

Die Wirtschaftlichkeit steigt mit höherem Eigenverbrauch. Je mehr Solarstrom Sie direkt nutzen, desto schneller amortisiert sich Ihre Investition in beide Systeme.

Rolle des Stromspeichers beim Heizen

Ein Batteriespeicher erhöht Ihren Eigenverbrauchsanteil erheblich, da die Sonne nur tagsüber scheint, während Sie Wärme auch abends und nachts benötigen. Der Speicher nimmt überschüssigen Solarstrom auf und stellt ihn zeitversetzt bereit.

Mit Speicher können Sie den Eigenverbrauch auf 50 bis 70 Prozent steigern. Die Wärmepumpe bezieht dann auch außerhalb der Sonnenstunden Ihren selbst erzeugten Strom.

Die Investition in einen Speicher rechnet sich besonders bei hohem Wärmebedarf in den Abend- und Nachtstunden. Sie sollten die Speichergröße auf Ihren tatsächlichen Bedarf abstimmen, um Überkapazitäten zu vermeiden.

Unabhängigkeit vom Stromnetz steigern

Die Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher macht Sie weitgehend unabhängig von externen Energieversorgern. Sie nutzen regenerative Energie vom eigenen Grundstück für Ihre Wärmeversorgung.

Ihre Autarkie hängt von der Anlagengröße und Ihrem Verbrauchsverhalten ab. Mit optimal dimensionierten Komponenten erreichen Sie eine hohe Eigenversorgung.

Diese Unabhängigkeit schützt Sie vor steigenden Strompreisen und macht Ihre Energiekosten langfristig kalkulierbarer. Sie bleiben vom Netz nur noch für Spitzenlastzeiten und sonnenarme Perioden abhängig.

Planung und praktische Umsetzung im Eigenheim

Die richtige Dimensionierung der PV-Anlage und die technische Integration mit der Wärmepumpe entscheiden über Wirtschaftlichkeit und Autarkiegrad. Gleichzeitig müssen rechtliche Rahmenbedingungen beachtet und verfügbare Förderungen optimal ausgeschöpft werden.

Auslegung der Anlagengröße

Bei der Kombination von BEG-Förderung 2026 sollten Sie die PV-Anlage größer dimensionieren als für den Haushaltsstrom allein nötig wäre. Eine Wärmepumpe benötigt je nach Gebäudegröße und Dämmstandard zwischen 3.000 und 6.000 kWh Strom pro Jahr zusätzlich.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe empfiehlt sich eine PV-Leistung von mindestens 10 kWp. Ein Stromspeicher mit 8-12 kWh Kapazität erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich, da die Wärmepumpe auch abends und nachts Strom benötigt.

Die tatsächlich benötigte Größe hängt von Ihrem Heizwärmebedarf, der verfügbaren Dachfläche und dem gewünschten Autarkiegrad ab. Moderne Planungstools berücksichtigen dabei auch regionale Einstrahlungswerte und Ihr individuelles Verbrauchsprofil.

Integration bestehender Heizsysteme

Eine Wärmepumpe lässt sich auch in bestehende Heizsysteme integrieren, wobei Niedertemperaturheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen optimal geeignet sind. Bei vorhandenen Heizkörpern müssen Sie prüfen, ob diese für die niedrigeren Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe ausgelegt sind.

Eine hybride Lösung mit Bestandsheizung als Backup ist ebenfalls möglich. Die Wärmepumpe übernimmt dann die Grundlast mit Solarstrom, während die alte Heizung nur an besonders kalten Tagen zugeschaltet wird. Diese Variante senkt die Anfangsinvestition und ermöglicht einen schrittweisen Umstieg.

Der bestehende Warmwasserspeicher kann oft weitergenutzt werden, wenn er für den Wärmepumpenbetrieb geeignet ist. Ihr Installateur prüft die hydraulische Einbindung und passt gegebenenfalls die Steuerung an.

Genehmigungen und Fördermöglichkeiten

Für PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden benötigen Sie keine Baugenehmigung, lediglich die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister ist erforderlich. Wärmepumpen sind in den meisten Bundesländern ebenfalls genehmigungsfrei, sofern sie bestimmte Lärmgrenzwerte einhalten.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt Wärmepumpen mit bis zu 40% der Investitionskosten. Zusätzliche Boni gibt es für den Austausch alter Ölheizungen und für Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln.

Für Photovoltaik existieren zinsverbilligte KfW-Kredite (Programm 270), während einzelne Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme für Speicher anbieten. Kombinieren Sie die Programme strategisch, um die maximale Förderquote zu erreichen.